IP - Integrierte Produktentwicklung

Im Rahmen des Masterstudiums ermöglicht ein Modul innerhalb von 4 Monaten die selbständige Entwicklung eines technischen Produktes in einem Entwicklungsteam. Von der Marktrecherche bis hin zum Prototypen arbeiten die Studierenden mit und für das Partner-Unternehmen (immer eine andere Branche). Dabei wird besonders auf die ganzheitliche Betrachtung des Produktentstehungsprozesses Wert gelegt.
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Universität
3. Studienphase
Kooperationen mit Unternehmen
Studienintegrierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte
IPEK – Institut für Produktentwicklung
Das Modul/die Lehrveranstaltung „Integrierte Produktentwicklung“ führt die Studierenden gezielt in den Produktentstehungsprozess mittelständischer Unternehmen ein.

Nach der Teilnahme können die Studierenden Produktentstehungsprozesse anhand eigener Erfahrungen und Beispiele analysieren und beurteilen. Sie sind in der Lage, ihren Arbeitsprozess systematisch zu planen, zu steuern und zu bewerten. Die Studierenden können Methoden der Produktentwicklung, der technischen Systemanalyse und des Innovationsmanagements situationsgemäß auswählen, anwenden und ihre Arbeitsergebnisse prüfen. Die Studierenden können im Team komplexe technische Lösungen entwickeln, einem Fachpublikum und fachfremden Personen erklären. Sie sind in der Lage, Produktentstehungsprozesse ganzheitlich zu konzipieren und sich auf Markt-, Kunden- und Unternehmens-Aspekte zu beziehen.
Die Lehrveranstaltung "Integrierte Produktentwicklung" richtet sich an Studierende im Master-Studium, die ihre vielseitigen theoretischen und praktischen Kenntnisse sowie Projekterfahrungen aus bisherigen Lehrveranstaltungen, Praktika und der Studienarbeit einbringen und vertiefen möchten.
Auf der Basis praktischer Erfahrungen und Beispiele aus der Industrie werden die Theorien der systematischen Planung, Kontrolle und Steuerung des Entwicklungs- und Innovationsprozesses und des teamorientierten Einsatzes wirkungsvoller Methoden anschaulich dargestellt. Strategien des Entwicklungs- und Innovationsmanagements, der technischen Systemanalyse und der Teamführung werden diskutiert und in vorlesungsbegleitenden Workshops trainiert.

Neben den Vorlesungen von Prof. Albers werden erfahrene Entwickler und Manager aus der Industrie Workshops und Vorlesungen halten, die die Inhalte der Lehrveranstaltung "Integrierte Produktentwicklung" ergänzen und vertiefen.
Die Teilnahme an der Lehrveranstaltung „Integrierte Produktentwicklung“ bedingt die gleichzeitige Teilnahme an der Vorlesung, dem Workshop und dem Produktentwicklungsprojekt.

Die Teilnahmekapazitäten der Lehrveranstaltung, die jeweils im Wintersemester angeboten wird, sind auf 42 Studierende beschränkt. Im vorausgehenden Sommersemester ist daher für Interessierte die Teilnahme an einem Bewerbungs- und Auswahlverfahren erforderlich.

Die max. 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Vorlesungen und Workshops intensiv betreut. Die vermittelten Inhalte werden in Teams von sechs Studierenden in einem realen Produktentwicklungsprojekt angewendet. Dabei sind die Studierenden in einer Teamarbeit mit eigener Projektplanung, Team-Budget, Arbeitsräumen und Betreuung durch IPEK-Mitarbeiter gefordert.

Die Entwicklungsaufgabe wird von einem jährlich wechselnden Industriepartner, in der Regel am Standort des Unternehmens gestellt. Die Bekanntgabe erfolgt in der ersten Projektwoche. Im Projektverlauf wird jedem studentischen Entwicklungsteam ein Teampate aus dem Unternehmen zugeordnet. Dieser Teampate fungiert als Schnittstelle zu Expertinnen und Experten des Unternehmens. Das Engagement der Teampaten befeuert wesentlich den Erfolg des Projekts. In regelmäßigen Meetings zwischen den Teampaten und Projektleitern des Unternehmens und dem Betreuerteam und Projektleiter des IPEK wird hierbei der Fortschritt der studentischen Teams diskutiert. Diese regelmäßige Abstimmung gewährleistet den Erfolg des Projektes, da so auch während dem Verlauf die Zielbilder abgeglichen und die Richtung der Studierendenteams nachgesteuert werden kann. Hierbei liefern die Unternehmenspaten als erste Ansprechpartner die notwendige Fachexpertise – eine wichtige Basis für die Studierendenteams.

Das IPEK stellt den Studierenden die methodische Unterstützung bereit, um Produktlösungen mit hohem Innovationspotential entwickeln zu können.

Die gestellte Entwicklungsaufgabe wird in 5 Phasen durch die Entwicklungsteams bearbeitet. Zu festgelegten Meilensteinen am Ende jeder Phase präsentieren die studentischen Entwicklungsteams ihre Ergebnisse vor dem Industriepartner. Im Rahmen dieser Meilensteine begründen die Entwicklungsteams ihre Entscheidungen und der Industriepartner entscheidet über die Schwerpunktsetzung in den folgenden Phasen.

Die besten Ergebnisse jedes Teams werden auf einer Abschlussveranstaltung mit ca. 400 Gästen aus Industrie, Hochschulen, Medien und dem privaten Umfeld der Studierenden präsentiert.
Im Produktentwicklungszentrum (PEZ) des Instituts, das ein mittelständisches Unternehmen abbildet, können die Grundlagen und Methoden praktisch umgesetzt werden. Dazu stehen moderne Möglichkeiten des physischen (3D-Druck, Lasercutter, …) und virtuellen Prototypings (VR & XR, …) zur Verfügung.
Durch die Kombination aus Lehrveranstaltung, Workshops und Schulungen sowie des Entwicklungsprojektes erhalten die Teilnehmenden einen ganzheitlichen Einblick in den Produktentwicklungsprozess. Im Rahmen von IP durchlaufen die Studierenden den gesamten Entwicklungsprozess bis hin zur Fertigung von Prototypen. In der Vorlesung sowie in zahlreichen Schulungen und Workshops werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedene Werkzeuge und Methoden des kreativen Entwickelns, der Problemlösung und der Lösungsfindung vermittelt. Die Veranstaltungen gewähren beispielsweise Einblick in Moderationstechniken, die Bedeutung des technischen Designs, die psychologischen Aspekte der Teamarbeit, wichtige Auswahl- und Bewertungsmethoden sowie Methoden zur strengen Kundeneinbindung in den Produktentwicklungsprozess.

Eine Besonderheit stellt die Zusammenarbeit mit dem Unternehmenspartner dar. So sind Einblicke in die realen Entwicklungsprozesse in einem Unternehmen geboten. Weiter bietet dies die Möglichkeit, dass die im Rahmen des Projektes entwickelten Produkte bis zur Serienreife weiterentwickelt und vermarktet werden.

Ein ähnliches Angebot wie beschrieben, allerdings mit dem Unterschied, dass dieses ausschließlich in virtueller Umgebung realisiert wird, ist durch "ProVil-Produktentwicklung" im virtuellen Innovationslabor geboten.
Seit nunmehr über 20 Jahren bietet das IPEK – Institut für Produktentwicklung das Format IP erfolgreich an.

Exemplarisch vermittelt der Terminplan für die Veranstaltung im Wintersemester 2020/21 den Zeitrahmen und die Meilensteine:

  • 19.07.2020, 24 Uhr, Anmeldeschluss
  • 23.07.2020, Einladung mit genauer Uhrzeit vorab, Vorstellungsgespräche
  • 28.09.-02.10.2020, Uhrzeit frei wählbar (online), Teilnahme am Typentest
  • 07.10.2020, ganztägig, Projekt-Kick-Off beim Projektpartner
  • 13.-15.10.2020, ganztägig, Blockveranstaltung
  • 30.10.2020, ganztägig, 1. Meilenstein (Analyse)
  • 27.11.2020, ganztägig, 2. Meilenstein (Potentialfindung)
  • 18.12.2020, ganztägig, 3. Meilenstein (Konzipierung)
  • 15.01.2021, ganztägig, 4. Meilenstein (Präzisierung)
  • 19.02.2021, ganztägig, Abschlussveranstaltung
  • Studierende erleben intensiv Teamarbeit. In Zusammenarbeit sind sie gefordert, mit all den Herausforderungen der Zeit- und Projektplanung ein marktgerechtes Produkt zu entwickeln. Dabei gilt es Konflikte im Team ebenso zu bewältigen, wie die Arbeitspakete sinnvoll und nach den jeweiligen Talenten zu verteilen.

    Die Teilnehmenden motiviert, selbst eine Produktentwicklung durchzuführen. Das Wissen und die Erfahrungen, die sie während des Hauptstudiums im Rahmen von Vorlesungen, Praktika und Studienarbeiten gesammelt haben, können sie so in einem Entwicklungsprojekt unter Beweis stellen. Dabei erhalten sie den Handlungsspielraum, eine gesamte Produktentwicklung von der ersten Produktidee bis zu Ausgestaltung selbst zu leiten und zu gestalten. Außerdem können so Einblicke in den Unternehmensalltag eines möglichen zukünftigen Arbeitgeber gewonnen und erste Unternehmenskontakte geknüpft werden.
    https://www.youtube.com/watch?v=C_q0kp6lY_A

    https://www.ipek.kit.edu/2976_788.php

    Klaus Ehrlenspiel: Integrierte Produktentwicklung - Denkabläufe, Methodeneinsatz, Zusammenarbeit
    Januar 2021

    Hochschule/Organisation

    Karlsruher Institut für Technologie
    Fakultät für Maschinenbau

    Kaiserstr. 10, Geb. 10.23
    76131 Karlsruhe

    Ansprechpartner/in

    Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Albert Albers

     /

     IP@ipek.kit.edu