Öffnung von Industrielaboren und Lehrwerkstätten für Laborpraktika

Ab dem fünften Semester ihres Bachelor-Studiums nutzen die Studierenden die Labore und Ausbildungsstätten der Unternehmen aus der Region. Schulungen und Praktika finden direkt in den Unternehmen statt. Somit stehen für Lehrveranstaltungen immer die neuesten Geräte und Maschinen zur Verfügung. ExpertenInnen aus den Unternehmen lehren und unterweisen die Studierenden; die Studierenden führen die von den Firmen erarbeiteten Aufgabenstellungen an den Maschinen und Geräten selbstständig durch und werten diese aus. Die Betreuung obliegt den Unternehmen.
090
Fachhochschule/Hochschule für Angewandte Wissenschaft
3. Studienphase
Kooperationen mit Unternehmen
Öffnung von Industrielaboren, Schulungsräumen und Lehrwerkstätten der beteiligten Unternehmen für Praktika im Rahmen des Pflicht-Lehr-Programms
ProfessorInnen der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge des Hochschulcampus Tuttlingen

Unternehmen des Hochschulcampus Tuttlingen Förderverein e.V.

Koordinationsstelle für Lehre und Industrie
Am Hochschulcampus Tuttlingen wird das Konzept der „Public Private Partnership (PPP)“ gelebt. In einer kooperativen Form aus Hochschule und Industrie werden praxisnahe und topaktuelle Themen mit modernen, anwendungsnahen Methoden gelehrt.

Dabei ist die Industrie in die Konzeption, Ausarbeitung und Durchführung der Lehrinhalte eingebunden. Das übergeordnete Ziel, eine Lehre zu ermöglichen, die stets an zukunftsweisenden Forschungs- und Entwicklungszielen orientiert ist, kann damit gewährleistet werden.

Die Studierenden des Hochschulcampus Tuttlingen haben im Rahmen der sogenannten Industriepraktika die Möglichkeit, in verschiedenen Industriebetrieben Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis zu sammeln. Gleichzeitig lernen sie Strukturen und Abläufe dort kennen und knüpfen Kontakte zu FachexpertInnen.

Die Tuttlinger Studierenden werden somit in technologisch modernsten Schulungs- und Laboreinrichtungen ausgebildet.
Studierende im 5. und 6. Semester des Bachelorstudiums bzw. Masterstudierende und Unternehmen des Hochschulcampus Tuttlingen Fördervereins e.V.
Die innovativen und führenden Unternehmen der Region verfügen kontinuierlich über modernste Einrichtungen, Maschinen und Geräte, welche üblicherweise für Hochschulen schwer bzw. gar nicht zugänglich sind.

Zwischen dem Hochschulcampus Tuttlingen und den regionalen Unternehmen bestehen durch den Hochschulcampus Tuttlingen Förderverein e.V. Vereinbarungen, aktuelle und themenangepasste Industriepraktika durchzuführen. Der Ablauf und die Themenstellung werden mit den jeweiligen Dozierenden der Lehrveranstaltung und den Industrieunternehmen abgestimmt. Diese Veranstaltungen sind fester Bestandteil der Studien- und Prüfungsordnung und werden entsprechend gewichtet und bewertet.
Die theoretische Vorbereitung bzw. Begleitung des Lehrinhalts übernimmt dabei die Hochschule. Die praktische Durchführung erfolgt dann individuell bei den jeweiligen Partnerfirmen unter vollständiger Betreuung durch die ExpertInnen in den Unternehmen.
Dieser Kooperationsform liegen verbindliche Vereinbarungen zugrunde und sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Realisierung. Wichtige Inhalte sind u.a. die Ausstattung von Laboren mit Geräten und Maschinen, die personellen Kapazitäten zur Anleitung und Betreuung, aber auch die Klärung und Regelung organisatorischer Fragestellungen, wie etwa Unfallverhütung, Arbeitsschutz und damit zusammenhängende versicherungstechnische Fragen.

Je nach Reichweite der getroffenen Vereinbarung können für Unternehmen Aufwände in allen genannten Dimensionen (personell, zeitlich, sächlich und finanziell) entstehen.
Diese Kooperationsform beinhaltet vielfältige Erfolgsfaktoren auf strategischer sowie operativer Ebene:
  • miteinander entwickelte und fixierte Zielsetzungen
  • abgestimmte Definitionen der konkreten Anforderungen und Leistungen der Partner
  • Transparenz und Verbindlichkeit von Zuständigkeiten
  • Kooperationsgewinne für alle Beteiligten
  • offene und vertrauensvolle Kommunikation
  • Kontinuität bei zentralen, oftmals koordinierenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern

Darüber hinaus garantiert eine kontinuierliche Abstimmung die Aktualität der Inhalte der Industriepraktika.

Folgende Praktika finden in den Laboren der Industrie statt:

    Mechatronik und Digitale Produktion (Bachelor)
  • Sensoren und Sensorsysteme
  • Werkzeugmaschinen und CNC
  • CAM-Techniken
  • Robotik
  • Industrielle und IP-Netzwerke
  • Digitalisierte Produktionssteuerung
  • Qualitätssicherung in der Fertigungstechnik

  • Werkstoff- und Fertigungstechnik (Bachelor)
  • Grundlagen der Oberflächentechnik
  • Werkzeugmaschinen und CNC
  • CAM-Techniken
  • Digitalisierte Produktionssteuerung
  • Qualitätssicherung in der Fertigungstechnik
  • Umformtechnik
  • Grundlagen der Integrativen Werkstoff- und Prozesssimulation
  • Fügetechnik

  • Medizintechnik – Technologien und Entwicklungsprozesse (Bachelor)
  • Medizinische Gerätetechnik
  • Minimalinvasive Verfahren

  • Ingenieurpsychologie (Bachelor)
  • Produktergonomie

  • Angewandte Materialwissenschaften (Master)
  • Additive Fertigungsverfahren
Integriert in die Studien- und Prüfungsordnung haben die einzelnen Industriepraktika unterschiedliche Durchführungszeiten. Es gibt Praktika, die mit entsprechender Vorbereitung der Studierenden an einem Nachmittag (4 Stunden) durchgeführt werden können. Andere Praktika werden an mehreren aufeinanderfolgenden Terminen durchgeführt.
Unternehmen können sich durch diese Kooperationsform u.a. einbringen, um zu gewährleisten, dass Studierende bereits während des Studiums zukunftsorientierte Technologien, Anwendungen, Maschinen und Prozesse kennenlernen. Damit werden aktuelle Inhalte gelehrt, was aus Sicht der Industrie den Berufseinstieg wesentlich erleichtert.

Die Studierenden profitieren nicht nur von den hochwertigen und brandaktuellen, praktischen Lehrinhalten, sondern darüber hinaus entstehen über die Betreuungsleistung der Unternehmen frühzeitige Kontakte zu den Unternehmen und deren Mitarbeitenden. Diese Kontakte sind für Studierende in der Berufseinstiegsphase aus Erfahrung förderlich.

Nach grundsätzlicher Verständigung auf gemeinsame Ziele und die Umsetzung dieser Kooperationsform zwischen Unternehmen und Hochschule liegen Hemmnisse und Risikofaktoren primär auf der operativen Ebene. Dies sind u.a. die Verfügbarkeit der einzusetzenden Ressourcen, die Klärung arbeitsrechtlicher Fragen, die terminliche Abstimmung zwischen Lehrenden und den Unternehmen, die Koordination der Praktika und die Dokumentation der erbrachten Leistungen.
Januar 2021

Hochschule/Organisation

Hochschule Furtwangen - Hochschulcampus Tuttlingen
Fakultät Industrial Technologies

Kronenstr. 16
78532 Tuttlingen

Ansprechpartner/in

Christine Lambart-Reu

Koordination Lehre und Industrie