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ProStep – Projektorientierte Studieneingangsphase

Erstsemesterstudierende bearbeiten in 6er-Teams in einem eigenständigen Modul (6 ECTS) selbständig eine technische Aufgabe. Dafür entwerfen und bauen sie ihre Lösung und verfassen hierzu einen technischen Bericht.
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Fachhochschule/Hochschule für Angewandte Wissenschaft
2. Studieneingangsphase
Projektorientierte und anwendungsbezogene Lehr-/Lern-Formen
Praxisorientierte Einführung in Inhalte und Zugangsweisen des Maschinenbau-Studiums
Lehrende der Fakultät Maschinenbau
Das Projekt verfolgt das Ziel, den Praxisbezug im Studium vom ersten Tag an zu erhöhen. Damit wird Erstsemesterstudierenden von Beginn an der Dualismus von anwendungsbezogenen Aufgaben und theorielastigen Lösungsansätzen praktisch vermittelt. Mittelfristig wird angestrebt, die heterogen zusammengesetzten Gruppen zu homogenisieren; langfristig soll dazu beigetragen werden, die Bestehensquoten zu erhöhen.
Erstsemester des Studiengangs Maschinenbau
Im Rahmen von ProStep wird semesterbegleitende Projektarbeit mit einer praktischen, industrienahen Aufgabenstellung für Studienanfänger mit unterschiedlichen fachlichen Vorkenntnissen und unterschiedlichen sozialen Kompetenzen eingerichtet.
ProStep führte im Bachelor-Studiengang Maschinenbau das "Einführungsprojekt" (6 ECTS, 3 SWS) für Erstsemester ein: Studienanfänger bearbeiten in 6er-Teams selbstständig eine technische Aufgabe.

Zur Aufgabe gehören Entwurf und Bau des Elements gemäß den gestellten Anforderungen sowie die Abfassung eines technischen Berichts, in welchem die gewählte Lösung beschrieben und rechnerisch begründet ist.

Neben der im Stundenplan festgelegten wöchentlichen Projektarbeitszeit werden den Studierenden Vorlesungen zu den Themengebieten Projektmanagement, Studieren lernen, Wissenschaftliches Arbeiten, Präsentationstechniken und Hochschulknigge angeboten.

Betreut werden die Gruppen von studentischen Tutoren, Lehrkräften und Professoren.

Zu Semesterbeginn absolvieren die Studienanfänger eine Konstruktionsvorübung: das "Brückenbauprojekt", in dem Papierbrücken konstruiert, berechnet und gebaut werden müssen. Am ersten Tag werden die Studierenden in Gruppen eingeteilt. Pro Projektteam wird mindestens eine Technikerin bzw. ein Techniker "gesetzt", der Rest der Studierenden wird per Zufallsgenerator den Gruppen zugeteilt. Somit soll erreicht werden, dass die Teams aus Studierenden mit unterschiedlichen Vorkenntnissen bestehen und eine Angleichung des Niveaus stattfindet.

Abgeschlossen wird das Brückenbauprojekt mit einem Event, in dem die Papierbrücken bis zur Zerstörung belastet werden. Über das Semester verteilt absolvieren die Studierenden 3 Testate, in denen sie ihren Projektfortschritt präsentieren.

Abgeschlossen wird das Einführungsprojekt mit einem als Wettbewerb ausgerichteten Belastungstest der gefertigten Bauteile und der Abgabe des Projektordners.

Vor Beginn des neuen Semesters werden den Studierenden Feedbackgespräche bezogen auf die Projektordner angeboten. Parallel dazu findet eine umfangreiche Befragung von Studierenden, Tutorinnen und Tutoren sowie Lehrenden zum Zweck der Nachsteuerung statt.
Das Qualitätsmanagement obliegt zwei aus Mitteln des Qualitätspakts Lehre finanzierten QM-Expertinnen, die ihre Aufgabe in enger Abstimmung mit den Lehrenden wahrnehmen.
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Das Einführungsprojekt wurde im Wintersemester 2013/14 zum ersten Mal in der beschriebenen Form durchgeführt.
Sowohl Studierende als auch Lehrende bewerteten das Projekt trotz der hohen Arbeitsbelastung sehr positiv. Nichtsdestotrotz zeigte die Evaluation punktuellen Nachsteuerungsbedarf auf.
März 2018

Hochschule/Organisation

Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Fakultät Maschinenbau

Ignaz-Schön-Str. 11
97421 Schweinfurt

Ansprechpartner/in

Prof. Dr.-Ing. Winfried Wilke
(Teilprojektleitung)

Prof. Dr.-Ing. Udo Müller

 +49 97 21-9 40-87 97

+49 97 21-9 40-86 35

 winfried.wilke@fhws.de